Krallen schneiden

Da unsere Hauskaninchen nicht so viel graben können wie in freier Natur, müssen ihre Krallen ab und zu kontrolliert werden, weil diese durch das fehlende Bohren zu lang werden können. Zu lange Krallen können zu ernsthaften Problemen führen. Das Kaninchen kann nicht mehr gut und schmerzfrei laufen und irgendwo hängen bleiben und sich verletzen. Das Kürzen der Krallen kann man entweder vom Tierarzt durchführen lassen, oder aber selbst erledigen. Mit ein wenig Übung funktioniert das ganz einfach.

Zunächst stellt sich die Frage: Wie halte ich mein Kaninchen richtig, sodass es beim Schneiden nicht verletzt wird und ruhig bleibt? Dafür gibt es zwei gute Beispiele:
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Bild 1: Man setzt das Kaninchen auf den eigenen Schoß. So sind die Kallen gut sichtbar und eine zweite Person kann einfach mit der Schere arbeiten.
Bild 2: Auch im normalen Sitzen können die Krallen geschnitten werden.

schere
Zum Schneiden braucht man eine geeignete Nagelschere aus der Zoohandlung, es gibt sie in verschiedenen Ausführungen. Wichtig ist, dass man nicht zu viel der Kralle kürzt, weil man das Kaninchen ansonsten verletzt. Wenn man genau hinsieht, kann man den Nerv, der sich in der Kralle befindet, sehen. Dieser darf nicht verletzt werden. Bei dunklen Krallen kann man diese mit einer Taschenlampe beleuchten, so erkennt man den Nerv besser. Auf dem unteren Bild kann man gut erkennen, wie am besten geschnitten werden sollte. Sollte der Nerv doch einmal verletzt werden, bemerkt man das sofort, wenn das Kaninchen die Kralle wegzieht. Jetzt heißt es Ruhe bewahren und nicht überreagieren, eine leicht blutende Kralle ist nicht so schlimm. Diese sollte auf jeden Fall sofort mit einer Küchenrolle abgetupft werden, bis die Blutung stoppt. Wenn möglich lässt man das Kaninchen dann in Ruhe, damit es sich von dem kleinen Schock erholen kann und schneidet die restlichen Krallen am nächsten Tag weiter.

Gut erkennbarer Nerv

Der richtige Schnitt

Der richtige Schnitt

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