Kaninchenkrankheiten


– Die bekanntesten Infektionskrankheiten –

Name: Myxomatose
Übertragung: Stechmücken, Flöhe und andere Tiere
myxomatoseSymptome: Entzündungen und Schwellungen, meinst am Kopf und im Augenbereich, dann am restlichen Körper. Die Atmung wird erschwert, der Hals schwillt an, das Tier stellt das Fressen ein. Der Erreger breitet sich oft so schnell aus, dass die Tiere innerhalb von wenigen Wochen sterben.
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Name: RHD (Chinaseuche)

Übertragung: Stechmücken, Flöhe und andere Tiere
RHDSymptome: Oft wird die Erkrankung erst dann bemerkt, wenn es zu spät ist, da die Seuche keine eindeutigen Symptome hat. Meist findet man infizierte Tiere tot auf, obwohl sie am Vortag noch völlig fit waren. Anzeichen können Blutungen aus Körperöffnungen sein, manchmal aber auch nur plötzliches hohes Fieber. Die Kaninchen verkrampfen sich, ringen nach Luft, und sterben meist sehr qualvoll. Diese Viruserkrankung kann zu regelrechten Massensterben von Kaninchen führen. -> Weitere detaillierte Infos

|| Kaninchen können gegen Myxomatose und RHD geimpft werden! ||
|| Einzig und allein eine rechtzeitige und regelmäßige Impfung kann Schutz bieten! ||
–> Impfungen


Name: E. Cuniculi (= Encephalitozoon Cuniculi)
Übertragung: Durch Urin (& Kot)
ECSymptome: Viele Kaninchen tragen den Erreger bereits in sich, erst durch eine Immunschwäche, Stress oder andere Krankheiten kann die Krankheit ausbrechen und befällt oft das zentrale Nervensystem: die typische Kopfschiefhaltung, Lähmungen von Gliedmaßen, Krämpfe und andere Anfälle, Gleichgewichtsprobleme oder plötzliche Unreinheit sind die bekanntesten Merkmale. -> Weitere detaillierte Infos

Außerdem können Kaninchen an chronischem Schnupfen, an Syphilis, Tetanus und einigen weiteren Infektionskrankheiten leiden. Eine eindeutige Diagnose kann nur der Tierarzt stellen.

 

– Hauterkrankungen –

Parasiten, wie Milben, Flöhe und Zecken, aber auch Fliegenmaden, können Kaninchen sehr zusetzen. Sie sind allgegenwärtig und kommen oft mit dem Einstreu oder Heu ins Haus.

Durch Parasiten können Kaninchen Haarausfall, Ausschläge, Juckreiz, Schuppen, Wunden und kahle Stellen im Fell bekommen. Bitte befrage deinen Tierarzt nach möglichen Behandlungsmethoden. Um Milden langfristig loszuwerden, müssen nicht nur Kaninchen behandelt werden, sondern auch das komplette Gehege auf Hochglanz poliert werden: Der Boden sowie sämtliche Gehegeteile müssen gründlich gereinigt, wenn nicht sogar ausgetauscht werden.

ohrmilbenOhrmilben sind eine häufige Erkrankung bei Kaninchen. Meist beginnt der Ohrmilbenbefall im Ohr, was man von außen nur schwer erkennen kann. Dieser breitet sich bei Nichtbehandlung schnell aus. Das Kaninchen kratzt sich häufig und schüttelt den Kopf, Stehohrkaninchen lassen irgendwann das betroffene Ohr hängen. Durch häufiges Kratzen entzündet sich das Ohr schließlich, neben dem extremen Juckreiz treten dann auch Schmerzen auf. Ohrmilben müssen so früh wie möglich behandelt werden.

 

– Zahnerkrankungen –

Wie kommt es zu Zahnerkrankungen?
– Zahnfehlstellung von Geburt an, genetisch bedingt
– Zu wenig Zahnabrieb durch falsche Ernährung
– Verletzungen zB. durch das Nagen am Gitter oder durch andere Verletzungen

schneidezaehne-kaninchen450Die Vorderzähne sollten regelmäßig durch den Halter des Tieres überprüft werden. Sie dürfen nicht zu lang sein. Um die Backenzähne zu kontrollieren, muss ein Tierarzt aufgesucht werden, auch dies sollte regelmäßig gemacht werden. Viele Krankheiten können in erster Linie auf eine Zahnerkrankung zurückgeführt werden. Backenzähne können auf den Augen- und Nasenbereich drücken, sodass es dadurch zu Problemen mit Augen und Nase kommen kann.

Auffälliges Verhalten – so kann man Zahnerkrankungen erkennen:
–  Viel zu lange Vorderzähne, das Kaninchen  kann keine Nahrung mehr aufnehmen
–  Das Kaninchen sabbert
–  Das Kaninchen knirscht mit den Zähnen
–  Das Kaninchen nimmt nur noch weiche Nahrung zu sich
–  Verdauungsprobleme und Durchfall

 

– Weitere Erkrankungen –

Erkrankungen der Augen, Gelenke und Organe sind ebenso möglich wie Allergien oder Immunerkrankungen.

Generell gilt: Sobald ein Kaninchen sich anders verhält oder ein Krankheitsbild aufweist, bitte sofort zum Tierarzt!