Kaninchen im Überblick

Typisch Kaninchen – ein kurzer Überblick
  • Lebenserwartung:         8 – 10 Jahre
  • Aktivitätsphase:            eher dämmerungs- und nachtaktiv
  • Lebensweise:                gesellig, mind. zu zweit
  • Bewegungsdrang:        sehr groß, viel Platz nötig
  • Ernährung:                     Frischfutter, Heu, Gemüse, Trockenkräuter, Obst
  • Pflege:                            Teils sehr pflegeintensiv
  • Gewicht:                         1 bis 9 Kilo, je nach Rasse
  • Geschlechtsreife:          mit etwa 3 Monaten, größere Rassen später
  • Kastration:                     bei Männchen zwingend nötig
  • Kosten:                           Einrichtungskosten und laufende Kosten recht hoch
  • Kinderfreundlich:          nur für größere Kinder geeignet

Viele Menschen unterschätzen den Aufwand, den eine Kaninchenhaltung mit sich bringt. Wer den kleinen Hopplern ein möglichst artgerechtes und schönes Leben bieten will, hat einiges zu beachten. Was sich hier in einigen Zeilen darstellen lässt, ist in Wirklichkeit mit viel Zeitaufwand und Geld verbunden. Auf dieser Website findest du alle wichtigen Infos über Kaninchen. Durchklicken und Lesen lohnt sich!


Herkunft und Lebensweise
wildkaninchen

Wildkaninchen

Unsere Kaninchen, so wie wir sie heute kennen, stammen vom Wildkaninchen ab. Ursprünglich kommen sie von der iberischen Halbinsel (heutiges Spanien), von dort aus wurden sie per Schiff in viele Teile Europas gebracht. Später besiedelten sie auch den Rest der Welt. Obwohl Kaninchen Ähnlichkeiten zu anderen Nagetieren wie z.B. Meerschweinchen und Hamster aufweisen, gehören sie der Gattung der „Hasenartigen“ an.

In freier Natur leben Wildkaninchen in riesigen Familienverbänden zusammen. Sie graben sich unterirdische Bauten um sich besser vor Feinden schützen zu können. Wildkaninchen sind eher dämmerungsaktive Tiere. Kaninchen können bei Gefahr sehr laut pfeifen, bei Todesangst sogar schreien. Zur besseren Verständigung untereinander benutzen Wildkaninchen oft ihre starken Hinterläufe, mit denen sie kräftig auf den Boden klopfen. Auf dem Speiseplan stehen hauptsächlich Gräser, Kräuter und Blätter, und natürlich auch Obst und Gemüse.

Sie sind ihr Leben lang mit Graben von Höhlen, Futtersuche, Rangordnungskämpfen, Paarung, Aufzucht der Jungen, Überwachung und Verteidigung der Umgebung und vielen weiteren gemeinsamen Tätigkeiten beschäftigt. Für den Nachwuchs buddelt die Wildkaninchenmutter eine eigene Höhle, um dort ihre Jungen zu werfen. Es wird geschätzt, dass Wildkaninchen ein Alter von bis zu 9 Jahren erreichen können. Leider sterben aber auch viele an Krankheiten. Myxomatose und Chinaseuche sind am meisten verbreitet.


Das Kaninchen rundherum

Sehen
Die Augen befinden sich seitlich am Kopf, so kann das Kaninchen als Fluchttier stets einen guten Überblick behalten. Kaninchen können in der Dämmerung besser sehen als wir Menschen, können dafür aber Farben nicht so gut unterscheiden.

Hören
Kaninchen können durch ihre großen Ohren perfekt Hören. Sie können die Ohren auch unabhängig voneinander bewegen. Bei Widderkaninchen sind die Ohren aber so schwer, dass sich diese kaum bewegen lassen.

Tasten
Mit ihren Barthaaren an der Schnauze können sie die Umgebung auch im Dunkeln perfekt abtasten.

Riechen
Auch der Geruchssinn ist gut ausgeprägt.

Schmecken
Kaninchen sind wahre Feinschmecker, sie haben sehr viel mehr Geschmacksknospen als Menschen. Ihre Zähne wachsen ständig nach, weshalb das Knabbern an Holz unbedingt gestattet werden muss.

Das Fell
Durch das warme Fell friert das Kaninchen nicht so schnell und kann sogar im Winter draußen problemlos herumtollen, ohne dass ihm zu schnell kalt wird. Zwei Mal im Jahr wechselt es das Fell (Sommer- und Winterfell). Zu dieser Zeit sollte das Kaninchen öfter gebürstet werden.

Die Drüsen
Kaninchen haben am Kinn eine Duftdrüse, mit der sie durch Reiben ihr Revier markieren. Auch am After gibt es so eine Drüse.