Kaninchen aus der Zoohandlung?

Kaninchen sind keine anspruchslosen Haustiere, im Gegenteil: Es benötigt einiges an Vorwissen, bevor man sich diese sensiblen Tiere anschafft, damit es ihnen an nichts fehlt. Sie sind abenteuerlustig, aufgeweckt, neugierig und brauchen sehr viel Platz, um all ihren Bedürfnissen nachkommen zu können. Die wichtigsten Punkte haben wir hier zusammengefasst: Anschaffung

Kaninchen adoptieren: Die Zoohandlung

Wenn man an den Kauf von Kleintieren denkt, kommt einem sofort die Zoohandlung in den Sinn. Wo sollen wir bloß anfangen… Wir beschäftigen uns bereits seit sehr vielen Jahren mit Kaninchen, und nicht nur wir, sondern auch unzählige andere Kaninchenfreunde aus aller Welt sind sich bei diesem Thema einig: Kaufe niemals ein Kaninchen im Zoohandel! Wenn wir uns regelmäßig in Internetforen, Facebook und Co, aber auch privat über dieses Thema austauschen, können wir es trotzdem jedes Mal kaum fassen. Es werden soooo viele Kaninchen erst kurz nach deren Kauf wieder abgegeben, weil die Zoohandlung die Käufer nicht richtig über Kaninchen informiert hat. Wir übertreiben nicht, wenn wir sagen, dass wir wöchentlich mehrmals von solchen Geschichten lesen oder hören. Das sind die häufigsten, katastrophalsten Fehler, die Zoohändler beim Verkauf dieser Tiere machen:

– Kaninchen viel zu jung verkaufen
– Kaninchen einzeln verkaufen
– Kaninchen unkastriert bzw. mit falscher Geschlechtsbestimmung verkaufen
– Kaninchen manchmal krank verkaufen
– Nicht artgerechtes Zubehör (Käfig, Tränke) verkaufen
– Falsche Beratung über Ernährung (Fertigfutter, Salzsteine, Knabberstangen, etc.)

Bitte denke daran: Ein Zoohändler will seine Tiere und Zubehör unbedingt verkaufen, egal ob artgerecht oder nicht. Teilweise wird man beim Kauf extrem falsch beraten. Sicherlich gibt es Ausnahmen, jedoch sind diese eher die Seltenheit. Besonders schlimm ist es, wenn Kaninchen unkastriert oder mit falscher Geschlechtsbestimmung verkauft werden. So schnell kann man gar nicht schauen, ist eine Kaninchendame trächtig. Aus zwei so verkauften „Weibchen“ können dann plötzlich 8 Kaninchen werden. Ein Kaninchen kann sogar erneut trächtig werden, während sie den ersten Wurf noch im Bauch hat… Daher wohl der Ausdruck: Sich vermehren wie die Karnickel.

In vielen Zoogeschäften weiß man auch gar nicht, woher die Kaninchen stammen. Von einem seriösen Züchter, aus dem Ausland? Wie wurden diese gehalten? Fakt ist: Die Nachfrage bestimmt das Angebot, werden viele Tiere in der Zoohandlung verkauft, werden auch wieder mehr nachgezüchtet.

So wäre es richtig

Das hier sind die richtigen Fakten zu oben genannten Punkten:
Kaninchen erst ab einem Alter von 8, besser noch 12 Wochen von der Mutter trennen. Kaninchen müssen immer mind. zu zweit gehalten werden. Bevor man Kaninchen unkastriert zusammensetzt, sollte man das Geschlecht von einem fachkundigen Tierarzt bestimmen lassen, bzw. Männchen in jedem Fall so schnell wie möglich kastrieren lassen. Die Gesundheit von einem Tierarzt checken lassen. Ein Käfig ist viel zu klein, Kaninchen brauchen rund um die Uhr mind. 4m2 Platz. Die Ernährung beinhaltet Heu und Gemüse, aber keinesfalls Trockenfutter oder Knabberstangen aus dem Zoohandel.

Unser Appell an Sie

Wir können es daher nicht oft genug sagen:
Bitte kaufen Sie Kaninchen niemals in der Zoohandlung und verlassen Sie sich nicht auf deren Beratung. Wir müssen, wie oben bereits erwähnt, so häufig von traurigen Kaninchen Schicksalen lesen, nur weil sich vorab nicht korrekt informiert wurde. Bitte informieren Sie sich daher über alle Themen der Kaninchenhaltung. Wir haben auf unserer Website die wichtigsten Infos kurz und bündig zusammengefasst! Beginnen Sie am besten hier: Anschaffung

Die Alternativen

Tierheim, Kaninchen aus zweiter Hand. Viele Tiere werden aufgrund von Platzmangel, Umzug, Allergien etc. abgegeben. Diesen Kaninchen ein neues, artgerechtes Zuhause zu bieten, und auch noch gut beraten zu werden, sollte jedem ein Anliegen sein. Diese Empfehlungen können wir Ihnen machen:
Tierheim Vösendorf oder andere Tierheime
TierQuarTier Wien
Kaninchen Helpline
– „Kaninchen Vermittlung Österreich“ – die Facebook Gruppe

Infos zur Kaninchenabgabe

Manchmal ist es notwendig, die eigenen Kaninchen abzugeben. Das kann verschiedene Gründe wie zum Beispiel Zeit- , Platz- oder Geldmangel, Allergien, Umzug, veränderte persönliche Lebensumstände usw. haben.

Natürlich kann man sich als tierliebender Mensch oft nur schwer von seinen Tieren trennen und möchte ein tolles und schönes neues Zuhause für die Hoppler finden. Bei der Vermittlung von Kaninchen ist einiges zu beachten.

WICHTIG:

Das Tierheim sollte die letzte Möglichkeit sein, seine Tiere abzugeben (von der Möglichkeit die Kaninchen einfach auszusetzen, berichten wir hier nicht – jedem vernünftigem Menschen dürfte klar sein, dass das den sicheren Tod des Kaninchens bedeuten würde). Versuche es zuerst über Freunde, Verwandte und Bekannte, oder auch in deinem Arbeitsumfeld. Vielleicht wollen diese deine Tiere aufnehmen. Hier hättest du immer noch Mitspracherecht, wie die Tiere richtig zu halten sind. Eine Vermittlung im Internet oder auch offline ist auch eine Möglichkeit. Bitte erstelle dafür zunächst eine Anzeige für deine Tiere, damit sie ein tolles neues Zuhause finden können.

 

1.) Eine Anzeige erstellen

Wichtige Bestandteile einer Anzeige:

  • Foto
  • Alter
  • Geschlecht / Kastration
  • Derzeitiger Wohnort
  • Derzeitige Haltung (Innen- oder Außenhaltung)
  • Derzeitige Fütterung (Frischfutter / Futterumstellung / etc.)
  • Schutzgebühr
  • Eventuelle Anforderungen an das neue Zuhause

Warum so detailliert?

Tierliebe Menschen möchten das bestmöglichste Heim für ihr geliebtes Tier finden. Es soll ihm im neuen Zuhause an nichts fehlen. Um ungeeignete Käufer (die die Kaninchen nicht artgerecht halten und pflegen würden) gleich einmal auszuschließen, sollte man die Anzeige so detailliert verfassen.

Warum der Wohnort?

Um Kaninchen den Stress eines Umzuges zu erleichtern, ist es ratsam das Tier nur in einem bestimmten Radius oder Bundesland zu vermitteln. Ein Kaninchen weite Strecken z.B. von Wien nach Vorarlberg zu bringen ist für Mensch und Tier äußerst anstrengend.

Warum eine Schutzgebühr?

Wenn Kleintiere gratis an eine fremde Person abgegeben werden, kann es schwierig nachvollziehbar sein, ob der neue Besitzer das Tier wirklich artgerecht hält oder es nicht vielleicht als Futtertier für seine Reptilien verwendet… Viele Käufer suchen sich im Internet regelmäßig Tiere aus, die gratis abgegeben werden, um so ein kostengünstiges Futtermittel für ihre Schlange zu ergattern. Wer eine Schutzgebühr ab € 25,- erhebt, kann seine Tiere so vor einem solchen Schicksal schützen.

 

2.) Die Anzeige verbreiten

Im Internet bieten viele Webseiten die Vermittlung von Tieren an:

  • kaninchenplatz.at
  • kaninchen-helpline.at
  • Vermittlungsgruppen auf Facebook
  • Kaninchenforen
  • willhaben.at
  • tieranzeigen.at

Alternativ kann man die Anzeige auch in ausgedruckter oder geschriebener Form z.B. in Supermärkten an die Pinnwände hängen.

 

3.) Genauigkeit ist gefragt

Erkundige dich beim Interessenten ganz genau nach seiner derzeitigen Situation (wie viele Kaninchen hält er bereits / wie hält er diese / wie füttert er sie / Freilauf / etc.), damit die Grundvorraussetzungen für eine artgerechte Haltung schon einmal gegeben sind. Am besten wäre es sich das neue Zuhause im Vorhinein selbst anzuschauen, Wünsche und Anregungen zu besprechen und sicherzugehen, dass die Person für die Kaninchenhaltung geeignet ist. Wenn alles passt, steht dem Umzug nichts mehr im Wege. Wenn gewünscht kann man den Tieren noch ihr eigenes Zubehör mitgeben.

Kaninchen vor Urlaubszeit nicht aussetzen!

Dass man Kaninchen keinesfalls aussetzen darf, weil sie in freier Natur nicht überleben können, sollte jedem vernünftig denkenden Menschen klar sein. Der Kaninchenplatz hat dafür eine Urlaubsbetreuung in Wien eingerichtet! Diesen Artikel haben wir auf www.salzburg24.at gefunden:

 

Kaninchen vor Kurzurlauben nicht auf Straße aussetzen: Pfotenhilfe hilft

Bei der Pfotenhilfe Lochen sind die Kaninchen gut aufgehoben.
Bei der Pfotenhilfe Lochen sind die Kaninchen gut aufgehoben. – © Pfotenhilfe/Matthias Schickhofer
Viele Kaninchenhalter wissen nicht, was sie mit ihren Tieren anfangen sollen, wenn sie beispielsweise über ein verlängertes Wochenende verreisen. Überdurchschnittliche oft werden die Kaninchen gerade zu dieser Zeit einfach auf der Straße ausgesetzt. Die Pfotenhilfe Lochen nimmt die ausgesetzten Tiere auf. Wenn sie sich nicht fangen lassen, muss die Tierrettung mit Keschern ausrücken.

„Wir bekommen zur Zeit mehrmals wöchentlich Anrufe wegen am Straßenrand oder in Gebüschen herumirrenden Kaninchen“, so Pfotenhilfe-Obfrau Johanna Stadler. „Es gibt keinerlei Ausrede Kaninchen nicht in ein Tierheim wie die Pfotenhilfe zu bringen. Deshalb muss ich mit Nachdruck darauf hinweisen, dass das Aussetzen eines Tieres kein Kavaliersdelikt ist und strafrechtliche Konsequenzen mit bis zu zwei Jahren Haft zur Folge haben kann.“

Kaninchen bringen Arbeit und Kosten

Jedes Jahr warnt die Pfotenhilfe vor Ostern vor Lebendtiergeschenken, die oft kurz danach wieder „entsorgt“ werden, weil sich niemand um die Tiere kümmern will, die einiges an Arbeit und Kosten verursachen.

Pfotenhilfe nimmt Tiere einige Tage auf

Vor Urlaubsreisen spitzt sich die Situation dann oft zu: Die Oma will die Tiere nicht versorgen, eine Tierpension will man sich nicht leisten und schon sitzt das Tier hilflos am Straßenrand. „Dabei gibt es für alles eine Lösung, wenn man nur will. Für Kaninchen oder Meerschweinchen in Not haben wir immer Platz auf unserer 1.000 qm großen Wiese“, appelliert Stadler abschließend.

Petition gegen Heimtier-Verkauf im Baumarkt!

Diese Petition betrifft zwar nur unsere Deutschen Kollegen, dennoch bitten wir um zahlreiche Unterschriften auch aus Österreich! Der Verkauf von Heimtieren soll in allen Baumärkten gestoppt werden! Ein Klick auf die Petitionsseite zeigt euch wieso…

 

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„Liebe Tierfreunde!
Eine bekannte Baumarktkette verkauft immer noch Tiere in diversen Filialen. Aufgrund des öffentlichen Drucks hat OBI bereits im August 2015 bekannt gegeben, sich komplett aus dem Kleintierverkauf zurückzuziehen. Auch die toom Baumärkte und die größte niederländische Baumarktkette Praxis beendeten im September 2015 ihre Verkäufe von Kleinsäugern und Vögeln.

Nur durch die Masse der Aufforderungen haben wir eine reelle Chance, dass unserer Bitte Folge geleistet wird. Da ab der 1000. Unterschrift der Petitionsbrief nur noch dann versandt wird, wenn ein Kommentar enthalten ist, bitte ich dringend, ein paar Worte im Kommentarfeld einzufügen. Ein kurzer Satz reicht schon aus!

Viel zu viele Tiere, die im Baumarkt gekauft werden, stammen aus qualvoller Massenzucht und verkümmern dann in lebenslanger Einzelhaft in Kinderzimmern und Hinterhöfen, weil sich nach ein paar Wochen schon niemand mehr für sie interessiert, Es ist höchste Zeit, diesen Missstand zu beenden!

Ich bitte Euch die Online-Petition zu unterschreiben, zu teilen und weiterzuleiten – vielen Dank!

—> Link zur Seite <—

Viele Grüße
Silvia Gronimus“

 

E.C. – eine ernste Erkrankung

Dass E.C. (= Encephalitozoon Cuniculi) eine weit verbreitete Erkrankung bei Kaninchen ist, deren typisches Symptom die Kopfschräghaltung sein kann, ist vielen Kaninchenhaltern bereits bekannt. Diesen Artikel haben wir auf magazinmeinhaustier.at gefunden, er erläutert kurz und genau die wichtigsten Fakten über die Krankheit.

 

Krankhafte Kopfschiefhaltung

Parasitärer Erreger weltweit vertreten

Krankhafte-Kopfschiefhaltung-bei-Kaninchen

Am Abend war Kaninchen Nicky noch putzmunter, am darauffolgenden Morgen lag es mit krampfartig nach hinten gebogenem Kopf und extrem überstreckten Gliedmaßen in Seitenlage im Käfig. Die Besitzerin dachte zuerst, Nicky wäre tot, aber plötzlich setzte das Kaninchen sich wieder auf und versuchte sich nach vorne zu bewegen, was jedoch nur mühsam gelang, da die Hinterbeine offensichtlich gelähmt waren. Nickys Besitzerin lief zum Telefon und rief geschockt beim Tierarzt an. Wieder zurück beim Kaninchenkäfig ereilte sie der nächste Schreck: Wie aufgezogen drehte sich Nicky wiederholt um die eigene Körperlängsachse. Nickys Frauchen setzte das Kaninchen in Panik in den Transportkäfig und fuhr zum Haustierarzt. Dort angekommen, saß Nicky mit schief unter den Bauch gezogenen Hinterbeinen und abnorm schief gehaltenem Kopf im Käfig. Nach genauen Untersuchungen vermutete der Tierarzt als Ursache der Erkrankung eine Infektion mit Encephalitozoon cuniculi, was auch vom Labor bestätigt wurde.

E. cuniculi schädigt Gehirn und Nieren

Encephalitozoon Cuniculi (E. cuniculi) ist ein weltweit vorkommender parasitierender Einzeller und gehört zu den inneren Parasiten, den sogenannten Endoparasiten, die in den Zellen des Körpers schmarotzen. E. cuniculi bildet Sporen, die vom Kaninchen mit kontaminierten Futter wie Gras oder Heu aufgenommen werden. Die Parasiten bohren sich durch die Darmwand und gelangen dann am Blutweg in Gehirn, Rückenmark, Niere, Leber und Milz. Besonders ausgeprägt ist die Schädigung von Gehirn und Rückenmark – mit den bei Kaninchen Nicky beschriebenen Symptomen sowie mit plötzlichem Umfallen und Augenzittern – und der Nieren. Infizierte trächtige Kaninchen stecken über die Gebärmutter die ungeborenen Nachkommen an.

Nicht alle infizierten Tiere erkranken

Viele Tiere überstehen eine Infektion mit E.cuniculi ohne selbst zu erkranken, scheiden aber infektionsfähige Sporen des Erregers mit Harn und Kot aus und stecken so – zum Beispiel über verseuchtes Futter – weitere Tiere an. Neben Kaninchen können auch Hamster, Mäuse, Meerschweinchen, Ratten, Ziegen, Schafe, Schweine, Pferde, Hunde, Katzen, Füchse, Affen und auch Menschen von diesem Erreger befallen werden. Als Grund dafür, dass nicht alle von E. cuniculi befallenen Tiere erkranken, nimmt man an, dass erst eine Schwächung des Immunsystems oder psychischer Stress die Erkrankung auslösen. Untersuchungen haben ergeben, dass über achtzig Prozent der Kaninchenbestände mit E. cuniculi infiziert sind, ohne Krankheitssymptome zu zeigen. Menschen mit Immunschwäche sollten den Kontakt mit latent infizierten Kaninchen meiden.

Schnellstmögliche Therapie bringt Erfolg

Werden erkrankte Kaninchen sofort nach dem Auftreten der ersten Symptome tierärztlich behandelt, bestehen gute Aussichten, dass die Tiere wieder gesund werden.

Ein Haustier für mein Kind

Diesen Artikel über die Anschaffung von Haustieren haben wir auf t-online.de entdeckt. Der Inhalt trifft auf alle Tierarten und somit auch auf Kaninchen zu.

 

„Mama, Papa, Ich hätte so gerne einen Hund!“ Früher oder später werden die meisten Eltern mit diesem Wunsch konfrontiert. Grundsätzlich hat es viele positive Seiten, wenn Kinder mit einem Haustier auswachsen, aber es ist für die ganze Familie mit einer langjährigen Verantwortung für das Tier verbunden. Damit die anfängliche Begeisterung des Kindes nicht schon nach ein paar Wochen nachlässt, sollten Eltern diese Checkliste beherzigen und eine Tierart auswählen, die zu den Bedürfnissen des Kindes passt.

Grundvoraussetzung für die Anschaffung eines Haustieres ist, dass genug Platz, Zeit und Geld für den tierischen Mitbewohner vorhanden sind. „Prinzipiell ist es zu befürworten, dass Kinder mit Tieren aufwachsen“, findet Marion Dudla vom Deutschen Tierschutzbund. Hund, Katze und Kaninchen könnten treue Freunde und Seelentröster für sei sein. „Außerdem können Kinder einiges von ihnen lernen und werden durch sie in ihrer Entwicklung gestärkt.“ Wie wissenschaftliche Studien belegen, fördert ein Haustier die soziale Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein.

Mein Kind will ein Tier – Checkliste für Eltern

  • Welche Haustiere sind in der Mietwohnung erlaubt?
  • Haben wir Platz genug für eine artgerechte Haltung des Tieres?
  • Können wir uns die Haltungskosten dauerhaft leisten?
  • Leidet ein Familienmitglied an Allergien gegen Tierhaare?
  • Tolerieren alle Familienmitglieder Tierhaare und Schmutz in der Wohnung?
  • Welche Erwartungen hat das Kind an das Tier? Spielen, kuscheln oder es nur beobachten?
  • Wer kümmert sich um das Tier, wenn wir wegfahren?
  • Sind die Eltern bereit, sich um das Tier zu kümmern, wenn das Kind sein Interesse verliert, Schulstress hat oder auszieht?

Ist das Kind reif genug für ein Haustier?

Die Entscheidung für ein Haustier darf niemals leichtfertig gefällt werden. Eltern müssen überlegen, ob ihr Sohn oder ihre Tochter reif genug ist, sich um ein Tier zu kümmern. Tierbegeisterte Kinder werden dies hoch und heilig versprechen. Allerdings können sie nicht überblicken, wie aufwändig die Versorgung eines Tieres sein kann und wie schwer die Verantwortung lastet. Viele Kinder wünschten sich tierische Spielkameraden, verlieren aber schnell das Interesse, wenn es um Stall ausmisten oder Füttern geht, weiß Ingrid Stephan vom Institut für soziales Lernen mit Tieren.

Kleiner Eignungstest: Ferienbetreuung für Haustier von Freunden

Tipp der Expertin: Ehe ein eigenes Haustier angeschafft wird, gibt man dem Kind die Möglichkeit, das Kaninchen, das Meerschweinchen oder die Wellensittiche von Freunden in den Ferien zu versorgen. So können Eltern herausfinden, ob ihr Kind ein ernsthaftes Interesse an der Haltung und Pflege eines Haustieres hat. Ist ihm schon die Versorgung eines Kleintieres zu mühsam, dann wird es mit einem Hund erstrecht überfordert sein.

Verantwortung für Haustier bleibt an den Eltern hängen

Selbst wenn das Kind zuverlässig das Füttern und Pflegen übernimmt, gibt Detlev Nolte vom Forschungskreis Heimtiere in der Gesellschaft zu bedenken: „Den Eltern muss aber klar sein, dass nicht ihr Kind, sondern sie die Hauptverantwortung für das neue Familienmitglied tragen werden.“

Es ist die Aufgabe der Eltern, ihrem Kind zu erklären, was eine artgerechte Haltung ist und einzugreifen, wenn es Fehler macht. Daher schafft man am besten eine Tierart an, die die ganze Familie mag. Außerdem ist nicht jede Tierart für Kinder geeignet, so sind beispielsweise Hamster nachtaktiv und brauchen tagsüber ihre Ruhe.

Hunde sind tolle Spielkameraden, aber brauchen viel Zeit

Hunde sind treu und loyal und eignen sich, wenn es sich nicht um schwierige Rassen handelt, bestens für Kinder. „Als Rudeltiere suchen sie den Kontakt zu ihren Besitzern und lassen sich gerne streicheln. Das ist für Kinder natürlich toll“, erklärt Daniela Rickert von der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz. Dass Hunde sich gerne bewegen, verspielt sind und gerne Tricks lernen, macht sie zu idealen Spielkameraden.

Nicht vergessen dürfen Eltern, dass Hunde viel Aufmerksamkeit und Zeit brauchen – alleine fürs Gassigehen sind täglich zwei Stunden einzuplanen – und gut erzogen werden müssen, damit sie gehorchen. Eigenständig für einen Hund sorgen können Kinder frühestens mit zwölf oder 13 Jahren.

Auch die Haltungskosten sind nicht zu unterschätzen. Pro Monat sollte die Familie mindestens 50 Euro einkalkulieren. Je nach Futterbedarf des Hundes und örtlichem Hundesteuersatz kann die Summe noch höher ausfallen. Bei einer Lebenserwartung von rund 14 Jahren kommt einiges zusammen. Bei älteren Tieren steigen meistens auch die Tierarztkosten.

Katzen sind verschmust, aber sehr eigensinnig

Katzen sind bei weitem nicht so anhänglich wie Hunde und lassen sich nicht dressieren. Dennoch können sie das Leben von Kindern bereichern. Sie sind sehr verschmust und genießen es, gestreichelt zu werden. Sie können außerdem Trost und Ruhe spenden. „Was klar sein muss, ist, dass Katzen sehr unabhängig sind und verschwinden, wenn ihnen etwas nicht passt. Damit müssen die Kinder zurechtkommen“, sagt Nolte. Wenn ein Kind fürsorglich und interessiert ist, kann es schon mit sechs oder sieben Jahren einen Teil der Katzenpflege übernehmen.

Katzen können bis zu 18 Jahren alt werden. Im Unterhalt sind sie nicht so teuer und zeitintensiv wie Hunde, die täglich mehrmals ausgeführt werden müssen. Aber auch für eine Katze sollte sich ein Kind täglich ein bis zwei Stunden Zeit nehmen.

Meerschweinchen sind keine Kuscheltiere

Meerschweinchen sind niedlich und können Kindern viel Freude machen. Wichtig ist, dass sie nicht alleine gehalten werden und dass Kinder behutsam mit ihnen umgehen. „Meerschweinchen sind keine Kuscheltiere, die es mögen, ständig herumgetragen und geknuddelt zu werden“, erklärt Dudla. Selbst wenn sie bei richtiger Behandlung durchaus zutraulich werden, eignen sie sich eher als Tiere zum Beobachten.

Da sie dank ihrer Neugier gerne selbst gebaute Landschaften erkunden und sehr sozial sind, ist es spannend, ihnen zuzusehen. Das Alter, ab dem Kinder Meerschweinchen selbstständig versorgen können, liegt bei etwa acht Jahren. Für Futter und Einstreu sind pro Monat weniger als zehn Euro nötig. (Edit vom Kaninchenplatz: Dem können wir nicht ganz zustimmen. Meerschweinchen benötigen genau wie Kaninchen täglich Frischfutter, Heu und Gemüse. Die monatlichen Kosten dafür liegen eindeutig über € 10,-).

Vögel niemals alleine halten

Ähnliches gilt für Vögel wie Wellensittiche und Kanarienvögel. Manche werden zutraulich und fliegen ihrer Bezugsperson auch schon einmal auf die Schulter, doch sind es vor allem Tiere zum Beobachten. Wichtig ist, sie mindestens zu zweit zu halten. Handelsübliche Käfige sind oft zu klein, besser ist eine kleine Voliere und die Möglichkeit, die Vögel ab und zu frei im Zimmer fliegen zu lassen.

Schlechte Haltung beobachtet? Das kannst du tun!

Leider werden Kaninchen und andere Kleintiere oftmals schlecht gehalten. Wer eine schlechte Haltung bzw. Tierquälerei beobachtet, sollte nicht wegschauen, sondern auf jeden Fall handeln. Tiere können sich nicht selbst helfen, daher liegt es an uns ihr Leben zu verbessern.

 

Eine Behörde ist zu verständigen wenn…

…die Tiere auf viel zu engem Raum leben müssen bzw. sich kaum bewegen können.

…die Tiere eindeutig krank oder verletzt sind und keine tierärztliche Versorgung erhalten.

…die Tiere nicht regelmäßig mit Futter und Wasser versorgt werden.

…die Tiere sichtbar misshandelt werden.

…die Tiere eindeutig Gefahren ausgesetzt sind oder z.B. alleine im dunklen Keller abgestellt wurden.

…die Tiere aufgrund ihrer übermäßigen Anzahl nicht artgerecht leben können.

…die Tiere illegal verkauft werden.

Tierquälerei darf unter keinen Umständen geduldet werden. Auch wenn man selbst nicht viel ausrichten kann, ein Anruf bei der zuständigen Behörde ist das Mindeste, das man tun kann, um den Tieren zu helfen!

 

Bei wem melden?

In Wien:

Magistratsabteilung 60
Veterinärdienste und Tierschutz – Dienststellenleitung

Homepage http://www.tiere.wien.at
E-Mail post@ma60.wien.gv.at
Telefon +43 1 4000 8060
Telefon +43 1 4000 97615
Fax +43 1 4000 9997619

In anderen Bundesländern die zuständige Tierschutzabteilung.

Wichtig: Schildere die Situation klar und eindeutig, beschränke dich erst einmal auf das Hauptproblem und zähle erst später alles andere auf. Ein schriftlicher Bericht, Fotos und Zeugen helfen weiter. Teile dem Amt Name, Adresse und sonstige Infos über den Halter mit. Sobald der Geschäftsfall aufgenommen wurde, erkundige dich nach der Kennzahl, damit du regelmäßig nachfragen kannst, wann und ob eine Änderung erreicht wurde. Hartnäckig bleiben! Meist erreicht man erst durch viel Durchhaltevermögen und mehrere Anrufe sein Ziel.

 

Andere Missstände

Leider gibt es auch andere Themen, bei dem die Behörde rechtlich nicht oder nur schwer eingreifen kann.

…Einzelhaltung von Kaninchen.

…schlechte Fütterung mittels ungeeigneter Futtermittel (Fertigfutter, kein Gemüse, etc.)

…nur recht wenig Platz und Auslauf.

…kein geeignetes Zubehör oder Beschäftigungsmöglichkeiten.

…schlechte Haltung in Zoos, Schulen, Kindergärten, etc.

…ungeeignetes Zubehör (Wasserflaschen, Salzsteine, etc.)

Auch hier gilt es nicht wegzuschauen und die Tiere ihrem Schicksal überlassen, sondern zu handeln! Zuerst muss alles genau beobachtet und dokumentiert werden, Fotos bzw. Aufzeichnungen gemacht werden. Am besten man nimmt sich eine oder mehrere Personen als Zeugen mit. Dann wird das Gespräch mit dem Halter gesucht:

– Freundlich und sachlich bleiben
– Das Hauptproblem schildern und wie man es lösen könnte
– Keine Vorwürfe machen
– Sich auch mit kleinen Änderungen zufrieden geben
– Freundlich auf Kaninchen-Websites hinweisen bzw. Flyer/Broschüren geben
– Unterstützung bei der Umsetzung anbieten

Wenn der Halter uneinsichtig bleibt, gibt es weitere Handlungsmöglichkeiten:

– Eine Abgabe der Tiere vorschlagen
(und bei der Vermittlung helfen bzw. selbst vorübergehend aufnehmen)
– Bei der Haltung in öffentlichen Einrichtungen kann man auch die Presse oder
Tierschutzorganisationen verständigen
– Das Veterinäramt verständigen und um Auskunft bzw. Hilfe bitten

Hartnäckig bleiben! Andere Menschen auf die Situation aufmerksam zu machen, sodass auch diese sich mit dem Halter in Verbindung setzen, kann auch helfen!

Autoreise mit Kaninchen

Diesen Artikel haben wir auf tierzeit.at gefunden.
Generell gilt: Kaninchen im Urlaub bitte lieber Zuhause lassen und sie von einem Tierbetreuer versorgen lassen oder sie in eine passende Tierbetreuung abgeben, so wird ihnen großer Stress erspart.

Wir bieten extra dafür eine Kleintierbetreuung in Wien an!

Kühle Luft und guter Ausblick: So klappt die Autoreise mit Kaninchen

Zwergkaninchen bleiben am besten zuhause und werden in ihrer gewohnten Umgebung versorgt – manchmal gibt es jedoch Situationen, in denen das nicht möglich ist.

Ob es der dringend fällige Tierarztbesuch ist oder ein Kurztrip ansteht und sich kein Tiersitter hat finden lassen: Für eine angenehme Autofahrt sind ein paar Punkte unbedingt zu berücksichtigen.

„Kaninchen sind sehr hitzeempfindlich. Deshalb brauchen sie einen Transportkäfig, der sehr gut belüftet ist und in dem sich die Wärme nicht staut“, empfiehlt Dr. Anne Warrlich, Tierärztin und Ratgeberautorin aus Besigheim. Kaninchenhalter sollten dabei Folgendes beachten:

Als Transportboxen kommen kleine Hunde- oder Katzenboxen infrage oder aber klassische Kaninchentransportboxen. Das Kaninchen sollte sich lang ausstrecken und einmal um die eigene Achse drehen können.   

Die Transportbox sollte zwar möglichst dunkel sein, damit die Tiere sich sicher fühlen, aber auch noch die Möglichkeit zum Rausgucken bieten, denn Kaninchen möchten alles im Auge behalten.   

Ganz wichtig sind ausreichend Luftschlitze oder -löcher, Wasser und viel Heu, in dem sich die Mümmelmänner verstecken und an dem sie knabbern können.

Gerade für die Sommermonate rät Warrlich: „Falls keine ausreichende Klimaanlage im Auto vorhanden ist, kann man Kühlakkus aus dem Gefrierfach in ein Handtuch wickeln und auf den Boden der Transportbox legen.

Kaninchen vertragen Kälte wesentlich besser als Hitze.“ Sechs bis acht Stunden können Kaninchen im Auto mitfahren.

Generell gilt aber: Wenn es sich umgehen lässt, sollten sie nicht über weitere Strecken mitgenommen, sondern lieber zuhause versorgt werden, zum Beispiel vom Nachbarn.

 

Quelle: http://www.tierzeit.at/Roody/Kaninchen-Magazin/Haltung-Kaninchen/Autoreise-Kaninchen.html

Was tun mit dem alten Kaninchenkäfig?

„Kaninchen hält man im Käfig.“

Im Vergleich zu früher sind die Kaninchenkäfige heutzutage ja richtig groß geworden. Doch bedeutet das zeitgleich, dass ein solcher für diese Tiere ausreicht? Bei der Kaninchenzucht und im Labor kann man die Käfighaltung noch genau erkennen: Hier sitzen die Tiere in engen Ställen, weil eben kosten- und platzsparend, um möglichst wenig Aufwand mit der Reinigung und Unterbringung zu verschwenden. Zoohandlungen haben sich diese „tolle“ Einrichtung zu Eigen gemacht, bei jedem Käfig ein paar Zentimeter dran gehängt, eine schöne, bunte Wanne darunter gesetzt, und fertig ist das „Kaninchen Paradies“. Wie Kaninchen aber ursprünglich leben (auf freier Fläche/in Höhlensystemen) wurde hier völlig vernachlässigt.
Die artgerechte Haltung von Kaninchen darf nicht in Vergessenheit geraten, nur weil andere Haltungsmethoden günstiger sind. Die Frage ist doch: Wieso halte ich mir diese Tiere? Etwa um ihnen ein Leben zu bieten, wie es ein Verbrecher im Gefängnis auch hätte? Sicher nicht.

Viele Kaninchenhalter haben so angefangen: Käfig, Nippeltränke, Nagestein, Pellets und Co. Nach erfolgreicher Aufklärung wissen es viele Leute heute besser und ermöglichen den Tieren eine bessere Haltung.

Doch was können wir mit den bereits benutzten, alten Käfigen tun? Wir haben hier einige Ideen aufgelistet.

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Die Käfigwanne als Toilette benutzen
Einfach das Gitter weglassen oder die vordere Seite des Gitters nach oben klappen. So kann die Wanne als Toilette und Futterstelle benutzt werden. Generell ist ein Käfig ja nichts Schlechtes – sofern man diesen immer offen lässt. Kaninchen haben gerne einen festen Platz, an dem sie alles Wichtige finden: Heu, Wasser, Toilettenplätze, Holzhäuser usw. All das lässt sich mühelos in der Käfigwanne einrichten. Im restlichen Gehege dürfen natürlich Beschäftigungsmöglichkeiten nicht fehlen. (Siehe auch: Das richtige Zubehör und Beschäftigung)


Den Käfig als Gemüsebeet benutzen
Einfach die Wanne mit Blumenerde befüllen und Gemüse oder Blumen anpflanzen. Durch das Gitter werden die Kaninchen und auch andere Tiere ferngehalten, sodass das Gemüse in Ruhe wachsen kann. Sobald es groß genug ist, kann man es verfüttern. In diesem Fall müssen nicht die Tiere, sondern nur das Gemüse ihre Lebenszeit hinter Gittern verbringen. Auf jeden Fall eine sinnvolle Idee!


Den Käfig als Transportbox benutzen
Sobald man mehr als 2 Tiere hat, stellt sich der Transport zum Tierarzt meist als besonders mühsam heraus. Bei 4 Kaninchen müssen oftmals auch 4 Transportboxen gekauft und geschleppt werden. Dabei können die alten Kaninchenkäfige im Handumdrehen zur Mega-Transportkiste umfunktioniert werden! Einfach die Wanne mit alten Handtüchern auslegen, bei längeren Fahrten evtl. auch etwas Heu hineinlegen, und schon haben mehrere Kaninchen darin Platz, die sich bei größeren Käfigen sogar etwas bewegen oder sich zusammenkuscheln können.


Das Gitter als Heuraufe benutzen
Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Das Käfiggitter einfach seitlich aufstellen oder an der Wand befestigen, und schon hat man eine überdimensionale Heuraufe gebastelt, in die man ordentlich viel Heu nachladen kann 😉